.
  • Das Haus ist vorerst geschlossen, mindestens bis einschließlich 30. November.
  • Die Politik stellt uns vor eine Zerreißprobe.
    Am 30.06. erließ die Stadt Karlsruhe in ihrer Corona-Allgemeinverfügung ein moralisierendes Sexkaufverbot, welches noch über das allgemeine Verbot der Prostitutionsausübung in Baden-Württemberg hinausgeht.

    Im Rahmen des Sexkaufverbotes sollen auch Gäste bei der Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen mit Bußgeldern belegt werden.
    Wir sind entsetzt und verstört über das fehlende Rückgrat und die blauäugige Doppelmoral unserer politischen Entscheidungsträger.

    Man kann diese Entscheidung auch als zynisch bezeichnen; anständigen Betrieben, die alle behördlichen Auflagen zu erfüllen bereit sind, die außerdem, wie in unserem Fall auch noch über eine Konzession verfügen, wird jede Arbeitsmöglichkeit verwehrt, ja man spricht Ihnen quasi im Pauschalurteil jede Redlichkeit ab.

    Prostitution verschwindet jedoch nicht, nur weil Entscheidungsträger die Augen vor ihr verschließen.

    Im Gegenteil, mit zunehmender Fortdauer der Bordellschließungen hat sich ein Parallelmarkt für erotische Dienstleistungen entwickelt; unkontrolliert, außerhalb der Legalität, unübersichtlich, in Unsicherheit und gewiss nicht mit den hygienischen Vorkehrungen, die wir zum Schutz der Frauen und ihrer Kunden bereit sind zu treffen.

    Politiker, die bereit sind, quasi als Kollateralschaden auf dem Altar ihrer Moral, die Sicherheit und die Gesundheit von Prostituierten und Betreibern sowie die öffentliche Ordnung zu opfern, sind ein Armutszeugnis.
    Shame on You!

    Wenn Sie uns unterstützen möchten unterschreiben Sie bitte unsere Appelle für Wiederöffnung:

    www.sexarbeit-gleichstellen.de
    www.redlight-on.de

    Laura